Ein Chor ist eine kleine Gemeinschaft, die zusammenhält. Schließlich ist man aufeinander angewiesen – der gemeinsame Gesang ist nur gut, wenn jeder einzelne Sänger seinen Beitrag dazu leistet. Man hat als Teil des Ganzen Verantwortung.

Um viel Spaß einerseits und das Übernehmen von Verantwortung andererseits ging es bei einem Erlebnis der besonderen Art, mit dem wir das Schuljahr 2017/18 beenden und die zahlreichen Sänger der 12. Klasse gebührend verabschieden wollten- einer Reise ins Dunkel!

Blinde Menschen führen durch einen lichtlosen Parcours mit alltäglichen Situationen- das ist, auf den Punkt gebracht, die Idee des DialogMuseums „Dialog im Dunkeln“ in Frankfurt/M.

„Das DialogMuseum ist ein privates soziales Unternehmen, das das Ziel verfolgt, Bewusstsein und Toleranz für Anders­artigkeit in der Öffentlichkeit zu wecken und die gesellschaftliche Integration von behinderten und sozial benachteiligten Menschen voranzubringen.“

Als Sänger ist man gewohnt, auf die Stimmen der anderen Chormitglieder zu hören. Das sollte für die Orientierung im Dunkeln besonders wichtig werden.

Als Sehender muss man sich in die Lage eines Blinden hineinversetzen, und das war doch zumindest anfangs recht gewöhnungsbedürftig, zumal man gleich die ersten Schritte in der absoluten Finsternis über eine wackelige Hängebrücke machen musste, ohne sich mit den Händen irgendwo festzuhalten. Eine weitere Herausforderung war der anschließende Gang über schwammiges Gelände, einem Moor nachempfunden.

Wir sollten uns an den Stimmen der vor uns Gehenden orientieren und auf ihre und die Hinweise des Guides achten.

Und so gelang es schließlich, den Parcour, der viele Überraschungen bot, unbeschadet und mit so manchem Gelächter zu überwinden.

Die Kommunikation klappte gut, und die Unterhaltung mit dem blinden Guide, der geduldig Fragen beantwortete, war sehr aufschlussreich.

Wir können diese Art des Teambuildings nur weiterempfehlen!

 

                                                        Ute Köppe